Institut für Rechtsinformatik stellt sich vor und wir sind auch dabei

 

Montag, 1.Juni 2015, BMW-Niederlassung Saar-Pfalz in Kirkel. Zusammen gekommen sind Juristen, Informatiker und Vertreter aus Politik und Verwaltung. Anlass war die Vorstellung des Instituts für Rechtsinformatik (IFRI) an der Universität des Saarlandes. Die Veranstaltung stand unter dem Thema „Freiheit und Sicherheit in der digitalen Gesellschaft“.

 

Lars Dinger, Vertreter der Geschäftsführung der BMW-Niederlassung

Lars Dinger, Vertreter der Geschäftsführung der BMW-Niederlassung

Dr. Theophil Gallo, Erster Kreisbeigeordneter des Saarpfalz-Kreises

Dr. Theophil Gallo, Erster Kreisbeigeordneter des Saarpfalz-Kreises

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit den Grußworten von Lars Dinger, Vertreter der Geschäftsführung der BMW-Niederlassung und von Dr. Theophil Gallo, erstem Kreisbeigeordneter des Saarpfalz-Kreises.

 

Die Redner der Veranstaltung haben aktuelle Fragen der digitalen Welt aufgegriffen und die Rolle des Saarbrücker Instituts für Rechtsinformatik besonders hervorgehoben. Im Fokus standen z.B. Fragen wie: das Urheberrecht in der digitalen Welt, die Datensouveränität, die IT-Sicherheit, die Nutzungsbedingungen der Online-Dienste sowie der elektronische Rechtsverkehr.

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

 

“Freiheit und Sicherheit: es sind zwei Grundbedürfnisse der Menschen, aber auch zwei Hauptaufgaben des modernen Staates“.

 

Heiko Maas, Bundesminister, hat in seiner Rede auf die für den praktischen Alltag relevanten Themen wie W-LAN Haftung, IT-Sicherheitsgesetz und die Einführung der elektronischen Akte aufmerksam gemacht. Er behandelte auch urheberrechtliche, datenschutzrechtliche sowie sicherheitsrelevante Fragen der digitalen Gesellschaft.

 

Dr. Anke Morsch, saarländischer Staatssekretärin für Justiz

Dr. Anke Morsch, saarländischer Staatssekretärin für Justiz

 

„Wir brauchen einen Diskurs über die verfassungsrechtlichen, datenschutzrechtlichen, aber auch zivil – speziell verbraucherschutzrechtlichen und strafrechtlichen Rahmenbedingungen. Insofern kann ich das Institut für Rechtsinformatik nur beglückwünschen zu seiner nun mehr noch umfassenderen thematischen Ausrichtungen auf Problemstellungen der Informationsgesellschaft“.

 

Frage der Datennutzung und Wichtigkeit der Datensicherheit nicht nur bei Unternehmen sondern auch bei staatlichen Organisationen wurden von Dr. Anke Morsch, saarländischer Staatssekretärin für Justiz, in den Vordergrund gestellt.

Prof. Dr. Markus Würdinger, Prodekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Prof. Dr. Markus Würdinger, Prodekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

 

“Er ist der große Baumeister. Er hat das Institut gegründet. Er hat das Institut über viele Jahre erfolgreich geleitet“.

Prof. Dr. Markus Würdinger, Prodekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes, unterstrich die Besonderheit der Fakultät mit ihren rechtswissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Abteilungen, die miteinander erfolgreich kooperieren. Ferner betonte er die Leistungen von Prof. Maximilian Herberger in der Entwicklung des Instituts für Rechtsinformatik und würdigte seinen Beitrag im Bereich Rechtsinformatik.

 

Prof. Dr. Maximilian Herberger, Gründer des Instituts für Rechtsinformatik

Prof. Dr. Maximilian Herberger, Gründer des Instituts für Rechtsinformatik

 

Prof. Dr. Maximilian Herberger gründete das Institut für Rechtsinformatik an der Universität des Saarlandes im Jahr 1988 und leitete das Institut bis 2014. Während seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit entstanden viele wissenschaftliche Studien, Projekte sowie Institutionen. Beispielhaft zu nennen sind neben dem Institut für Rechtsinformatik noch der Deutsche EDV-Gerichtstag e.V., das Juristische Internetprojekt Saarbrücken sowie die Europäische EDV-Akademie des Rechtes (EEAR). Tatkräftig unterstützte Prof. Herberger auch die internationale Studierende und trug somit erheblich zur Internationalität der Saarbrücker Universität bei. Wir wollen hier auch unsere gemeinsame Initiative, „Den deutsch-usbekischen Juristendialog“, nicht unerwähnt lassen.

 

 

 

Prof. Dr. Georg Borges, Leiter des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Rechtstheorie und Rechtsinformatik

Prof. Dr. Georg Borges, Leiter des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Rechtstheorie und Rechtsinformatik

 

Moderiert wurde die Veranstaltung und die anschließende Podiumsdiskussion von Prof. Dr. Georg Borges, der seit April 2014 die Leitung des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Rechtstheorie und Rechtsinformatik übernommen hat. Er gehört zu den Direktoren des Instituts für Rechtsinformatik neben den anderen vier Saarbrücker Professoren Maximilian Herberger, Philippe Cossalter, Christoph Sorge und Stephan Weth sowie Professor Mark Cole von der Universität Luxemburg.

 

 

 

 

 

 

Podiumsdiskussion

 

Teilnehmer der Podiumsdiskussion (von links nach rechts): Prof. Dr. Georg Borges (Leiter des Instituts für Rechtsinformatik), Prof. Dr. Philippe Cossalter (Lehrstuhl für französisches öffentliches Recht), Prof. Dr. Stephan Weth (Deutsches und Europäisches Prozeß- und Arbeitsrecht sowie Bürgerliches Recht), Heiko Maas (Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz), Dr. Anke Morsch (saarländischer Staatssekretärin für Justiz), Jürgen Lennartz (Leiter der saarländischen Staatskanzlei) und Prof. Dr. Christoph Sorge (Stiftungsprofessur für Rechtsinformatik)

Teilnehmer der Podiumsdiskussion (von links nach rechts): Prof. Dr. Georg Borges (Leiter des Instituts für Rechtsinformatik), Prof. Dr. Philippe Cossalter (Lehrstuhl für französisches öffentliches Recht), Prof. Dr. Stephan Weth (Deutsches und Europäisches Prozeß- und Arbeitsrecht sowie Bürgerliches Recht), Heiko Maas (Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz), Dr. Anke Morsch (saarländischer Staatssekretärin für Justiz), Jürgen Lennartz (Leiter der saarländischen Staatskanzlei) und Prof. Dr. Christoph Sorge (Stiftungsprofessur für Rechtsinformatik)

 

Samandar Atoev, Jurist, Doktorand an der Universität des Saarlandes

Samandar Atoev, Jurist, Doktorand an der Universität des Saarlandes

 

“Wie können wir die Nutzungsbedingungen der Online-Dienste lesbar und zugänglich machen? Sollten wir die AGBs visuell darstellen als Hilfsmittel, um den geschriebenen Text zu verstehen. Sehen wir in der Rechtsvisualisierung eine Lösung für dieses Problem der digitalen Welt?“

 

 

 

Bundesjustizminister Heiko Maas

Bundesjustizminister Heiko Maas

 

„Es wird das Texterfordernis nicht obsolet machen. Aber es ist vollkommen richtig, und das ist gegenwärtig die Meinung der Mehrheit der Mitgliedstaaten innerhalb der Europäischen Union, dass eine Visualisierung zumindest dazu hinführen kann, dass einzelne Texte der allgemeinen Geschäftsbedingungen endlich auch mal gelesen werden“.

 

 

Begleitet wurde die Veranstaltung von einer Ausstellung der Lehrstühle, die an den Schwerpunktthemen des Instituts gemeinsam arbeiten. Mit einigen Bildern möchten wir Ihnen einen Eindruck von der gestrigen Veranstaltung geben.

Bundesjustizminister Heiko Maas mit einer „Keynote“

Bundesjustizminister Heiko Maas mit einer „Keynote“


Prof. Stephan Weth antwortet auf die Frage von Prof. Georg Borges.

Prof. Stephan Weth antwortet auf die Frage von Prof. Georg Borges.

Am Stand des Lehrstuhls von Prof. Dr. Georg Borges für Bürgerliches Recht, Rechtstheorie und Rechtsinformatik

Am Stand des Lehrstuhls von Prof. Dr. Georg Borges für Bürgerliches Recht, Rechtstheorie und Rechtsinformatik

Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Philippe Cossalter für französisches öffentliches Recht präsentiert sich multimedial.

Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Philippe Cossalter für französisches öffentliches Recht präsentiert sich multimedial.

Das Zertifikat Patent und Innovationsschutz wird von den Lehrstühlen von Prof. Dr. Stephan Weth, Prof. Dr. Michael Martinek und Prof. Dr. Roland Michael betreut.

Das Zertifikat Patent und Innovationsschutz wird von den Lehrstühlen von Prof. Dr. Stephan Weth, Prof. Dr. Michael Martinek und Prof. Dr. Roland Michael betreut.

Das Media Law Research Team von Prof. Mark D. Cole von der Universität Luxemburg stellt sich vor.

Das Media Law Research Team von Prof. Mark D. Cole von der Universität Luxemburg stellt sich vor.

Schwerpunktbereich 9: IT-Recht und Rechtsinformatik lockt vielen Interessierten an.

Schwerpunktbereich 9: IT-Recht und Rechtsinformatik lockt vielen Interessierten an.

Datenschutzrecht, Persönlichkeitsrecht und Urheberrecht gehören zu den Schwerpunkten des vom Institut für Rechtsinformatik betreuten Juristischen Internetprojektes Saarbrücken.

Datenschutzrecht, Persönlichkeitsrecht und Urheberrecht gehören zu den Schwerpunkten des vom Institut für Rechtsinformatik betreuten Juristischen Internetprojektes Saarbrücken.

 

Die Poster der Ausstellung sollen Ihnen eine Vorstellung über Themenbreite des Saarbrücker Instituts für Rechtsinformatik vermitteln.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Initiative „Deutsch-usbekischer Juristendialog“ ist ein Ergebnis des fachlichen Austausches zwischen usbekischen und deutschen Rechtswissenschaftler.

Auch wir durften unsere Initiative „Deutsch-usbekischer Juristendialog“ vorstellen. Sie ist aus unserer engen Zusammenarbeit mit dem Prof. Maximilian Herberger, dem Gründer des Instituts für Rechtsinformatik, hervorgegangen. Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsinformatik. Unter anderem sind wir daran interessiert, die Erfolge der deutschen Kollegen über Deutschland hinaus bekannt zu machen. Ein intensiver Austausch der Rechtswissenschaft trägt zum besseren Verständnis der Rechtskulturen und dadurch zur engeren rechtlichen Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland bei.

 

Beitrag und Fotos von Binafsha Kalandarova

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