Die Humboldt Law Clinic Internetrecht

Noch Ende 2006 suchte ich vergeblich nach Law Clinics in Deutschland. Als Projektverantwortlicher in einer Juraklinik in Usbekistan wollte ich eine Kooperation in „Legal Clinical Education“ mit deutschen Kollegen aufbauen. Denn ich war überzeugt, dass die deutsche Erfahrung in der Rechtsberatung für einen intensiven Austausch es wert wäre.

Die erstaunliche Erkenntnis darüber, dass es in Deutschland keine Law Clinics gab, war nicht mehr überraschend, nachdem ich mich mit dem Thema Rechtsberatung in Deutschland vertraut gemacht hatte. Denn nach dem Rechtsberatungsgesetz vom 1935 war es den Jurastudenten nicht möglich, Rechtsberatungen zu leisten. Dieses Gesetz wurde im Jahre 2007 durch ein neues Gesetz über außergerichtliche Rechtsdienstleistungen ersetzt. Seitdem durch dieses reformiertes Gesetz eine Tür zur pro bono Rechtsberatung eröffnet wurde, sind erstaunlich viele Law Clinics in kürzer Zeit entstanden. Eine dieser Institutionen für die kostenlose Rechtsberatung möchten wir heute vorstellen.
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Die rechtliche klinische Ausbildung in Usbekistan

(am Beispiel der Juraklinik an der Universität 
für Weltwirtschaft und Diplomatie in Taschkent)

„Ich, als Rentner, bedanke mich recht herzlich für die mir geleistete Rechtshilfe. Ich habe mich an sie gewendet, nachdem ich eine Absage für meine Klage beim Bezirksgericht für Zivilsachen bekommen habe. Die von ihnen vorbereitete Appellationsklage hat mir sehr geholfen, meinen Fall im Stadtgericht zu gewinnen. Das Gericht hat meiner Forderungen stattgegeben …“

Solche herzliche Danksagungen kann man in dem „Buch der Rezensionen“ (Gästebuch) der Juraklinik der Universität für Weltwirtschaft und Diplomatie sehr oft finden. Die im Jahre 2000 an der Universität für Weltwirtschaft und Diplomatie gegründete Juraklinik stellt die eigenartige Praxis der Vorbereitung von Juristen dar.

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Professor Herberger über das Projekt „Deutsch-usbekischer Juristendialog“

Prof. Dr. Maximilian Herberger

Wie ist die Idee des deutsch-usbekischen Juristendialogs entstanden?

Eines Tages sind wir mit Herrn Samandar Atoev, unseren Doktoranden aus Usbekistan, im gemeinsamen Gespräch auf den Gedanken gekommen, im Internet die Erfahrung, die wir im Dialog miteinander gemacht haben, auch anderen zu kommunizieren. Das hat sich dann so konkretisiert, dass wir auf die Form eines Blogs gekommen sind, dass es uns erlaubt, in zwangloser Weise all das zur Sprache zu bringen, was für uns im deutsch-usbekischen juristischen Verhältnis von Bedeutung ist.


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